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Weinfest in Neef 2017

Weinfest in Neef an der Mosel

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Musikfahne

Unsere Musikfahne
musikfahne_1

Unser mit Abstand ältestes "Vereinsmitglied" ist unsere Musikfahne.

Am 8. September 1895 war die Fahnenweihe.
Hierzu vermerkte ein Chronist:
"Die Einweihung der neuen Musikvereinsfahne war Veranlassung dieses selten schönen Tages.
Fast unglaublich möchte es erscheinen, wenn man behauptet und das mit Recht,
dass heute nach kaum einem Jahr eine 17 Mann starke, gut geschulte Musik-Gesellschaft erwachsen ist
und jeder besseren Landmusik zur Seite gestellt werden kann.
Eine große Anzahl gutgelaunter Festgäste, man schätze sie zu zwei Tausend,
bewegten sich auf dem schönen, großen Festplatz.
Drei Tausend Liter Meckatzer Gambrinustropfen wurden alsbald in Schweißtropfen umgewandelt.
Mehrere fremde Musikvereine wie Maria-Thann, Opfenbach, Hergensweiler, Concordia Wangen,
Niederwangen, Deuchelried, Eisenharz etc.beehrten das Fest mit Vereinsfahnen und wetteiferten mit musikalischen Vorträgen.

Neun schöne und weißgekleidete Festjungfrauen bildeten den Glanzpunkt des Festzuges."

 
fahnenweihe 1895_1 
mehr dazu hier oder hier
 
De Musikfahne

Wenn i bloß schwätze kennt,
noch tät i sage...
sit de Johrhundertwend'
hond fünf Fähnerich mi trage.

A wertvolls Duech-Prokat
mit gold'ne Fäde:
i bi die schänscht in jeder Lag,
vom Alter fascht kui Schäde!

D'Schtang, g'schnitzt us edlem Holz,
S' B'schläg us Messing triebe,
D' Lyra oba schtolz -
Erinnerungsbänder sind bliebe.

Vor hundert Johr die Weihe,
all hoilig Zit a Primiz,
Feschtle vo Pfarrer und Laie -
oft goht hinter mir a Kriz!

Was soll i ui no verzölle?
Vo Hochzita oder Tod?
Vo Luschtbarkeit zum Verschnölle,
Vo Gealdentwertung und Not?

Due ib'r a Grab mi senke,
für an Kamerad -
noch mueß i bei mir denke
um dean Mensche isch schad.

So wird's wohl no gong Johrzehnte
min Wunsch an ui wär Friede!
So b'haltet vo mir des Ersehnte,
bloß so glänzt se mit Gold und Siede!

 

(von unserem Josef Bietsch)

 

2012HochzeitWernerJulia (65).JPG 
Dass unsere Fahne trotz ihres hohen Alters und all der schönen und der weniger schönen Anlässe,
bei denen sie dabei war immer noch so gut aussieht, liegt vor allem an unseren Fähnrichen,
die sie gehegt und gepflegt haben.

MK-Wohmbrechts - Lesenswertes

Auch dieses Gedicht ist von Josef Bietsch, das Bild dazu malte Ellen Raab!

 

Bodeschdändig!

An Radweag hond se iber de Hoh´berg betoniert,

bi naghockt ufs Bänkle und ho sinniert.
Min Blick bliebt hanga an de Fealdschtädl ringum,
vrweatret sind die meischte, bucklet und krumm.
Wie alte Bure, vrwachse, - aber i find
die Roie Maschte sind vor mir sind fir d´Landschaft a Sind.

raab1.jpg


 

 

 

MK-Wohmbrechts - Lesenswertes

Ein Schwank aus dem wahren Musikantenleben verfasst von unserem Flügelhornisten Josef Bietsch

 

De Probeschwänzer!

De Dirigent froget de Sepp
„wo bisch die letscht Prob gwea?“
„I ho im Schtal a Kölbrat g´hett,
drumm hommer is it g´seah!“

A anders Mol isch Sepp it do -
a Kalb sei uff em Weag,
de Dirigent sieht ems no noh
und bringt die Prob no z`weag!

A lange Zit dreit er`s so vor,
„Du Sepp mach Dir kui Müeh,
a Kueh kriegt bloß ui Kalb im Johr...
Du hosch it soviel Küeh!“

De Sepp, Bitschiena hinterm Ohr,
ka s´Lache it verwinde –
i mueß, und bloset voll in´s Rohr,
a nuie Üsred finde!

Deier isch a guata Rot,
de Sepp duet überlege...
“wenn dia letscht Kueh kölbret hot,
noch mueß jetzt d´Goiß herhebe!!

Josef Bietsch 1995 100 Jahre MKW

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